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Starlinger präsentiert einen goldenen FIBC aus PET-(Bier-)Flaschenflakes: Michelle Diaz-Kotti (American Starlinger-Sahm), Lewis Anderson (FIBCA), Reinhard Lechner (Starlinger). ©Starlinger

Starlinger goes Hollywood: Präsentation eines goldenen, aus PET-Flaschenflakes hergestellten FIBCs auf der 34. FIBCA Konferenz in Kalifornien

Die Flexible Intermediate Bulk Container Association (FIBCA) veranstaltete von 11.-13. Oktober 2017 ihre 34. Konferenz in Kalifornien, USA. Unter den Teilnehmern war die in Österreich angesiedelte Produktionsfirma Starlinger & Co. GmbH, die sich auf Maschinen und Prozesstechnologie für Verpackung aus gewebtem Kunststoff sowie auf PET-Recycling und -Veredelung spezialisiert hat. Gemeinsam mit der US-Niederlassung American Starlinger-Sahm präsentierte Starlinger einen goldenen, zu 100 % aus PET-Flaschenflakes hergestellten FIBC.

Mehr als 100 Teilnehmer aus über 25 Ländern nahmen an der 34. halbjährlichen Konferenz der FIBCA in Hollywood teil. Starlinger nutzte die Gelegenheit, um einen goldenen, zu 100 % aus rPET-Flaschenflakes hergestellten FIBC auf der Veranstaltung zu präsentieren; die "bottle to bag" Technologie des Unternehmens war bereits auf der Interpack in Europa Anfang 2017 mit großem Erfolg vorgestellt worden. Aufbauend auf dem umfangreichen Know-how im Bereich PET-Recycling und -Veredelung arbeitete Starlinger jahrelang an der Entwicklung und Verfeinerung der Prozesstechnologie für die Produktion von Gewebe aus PET-Flakes. Erste Versuche wurden mit Neuware durchgeführt; der nächste Schritt war die Verwendung von recyceltem PET (rPET-Granulat). Nach erfolgreichen Versuchen produzierte Starlinger schließlich Bändchen und in weiterer Folge Gewebe aus PET-Flaschenflakes. Das für den goldenen FIBC verwendete Gewebe (die goldene Farbe resultiert aus der Verwendung von Bierflaschen) wird auf einer Bändchenanlage vom Typ starEX 1600 PF mit twinTAPE Präzisionskreuzspulern und Rundwebmaschinen vom Typ FX hergestellt.

Die Verwendung von PET hat viele Vorteile. Strapazierfähige Gewebe profitieren von der extremen Widerstandsfähigkeit und der Formstabilität von PET (das Material behält sein Elastizitätsmodul und seine Festigkeit bei Temperaturen bis zu 80°C und hat einen exzellenten Kriechmodul). Aber Säcke aus PET sind nicht nur widerstandsfähig, sie sind auch recycelbar: Nach ihrem Gebrauch können PET-Säcke recycelt und zur erneuten Herstellung von Verpackung verwendet werden.
"Die Verwendung von PET in der Sackproduktion ist kein Ersatz für PP, aber sie wird unseren Kunden auf Grund der Umweltfreundlichkeit und dem niedrigen CO2-Fußabdruck der Säcke, die mit unserer Technologie hergestellt werden, neue Märkte eröffnen", sagt Reinhard Lechner, Produktmanager für PET-Anwendungen bei Starlinger. "Gerade Markeninhaber und Blue-Chip-Unternehmen sind sich der Notwendigkeit bewusst, recyceltes Material in ihren Verpackungen zu verwenden." Dieser Trend ist in den USA deutlich zu spüren. Im Jahr 2015 betrug die Sammelrate bei PET-Flaschen 31,1 % (US National Postconsumer Plastic Bottle Recycling Report); Organisationen wie die Ellen MacArthur Foundation beraten Unternehmen und Regierungen bei deren Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft. Starlinger unterstützt diese Bemühungen: Bis Ende 2018 wird Gewebe aus rPET am europäischen und amerikanischen Markt kommerziell erhältlich sein.

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